Wirtschaftsmediation
"Wir Menschen benutzen unsere Vernunft, um Entscheidungen rational zu begründen, die wir emotional getroffen haben" (Voltaire)
Ein Konflikt ist kein Rechtsproblem, sondern eine Störung der Beziehungsebene. So unwahrscheinlich es sich für den Praktiker anhören mag, die Deeskalation erfolgt nicht über die Positionierung auf der Sachebene, sondern in der Bewältigung zwischenmenschlicher Spannungen.
Nüchtern ausgedrückt, ist Mediation "Konfliktlösung, unter Zuhilfenahme einer dritten Person (Mediators/ Mediatorin) und eines strukturierten Prozesses."
Nun ist ein Konflikt weder nüchtern noch emotionsfrei. Wie passt das zusammen? Die Antwort liegt in den Eigenschaften der Mediation, die sowohl "allparteilich", als auch der Sache "dissoziiert" ist. Dies bedeutet, dass über emphatisches Hinterfragen der jeweiligen Interessen der Parteien wieder gegenseitiges Verständnis entsteht. Auf Basis dieses Verständnisses lassen sich im Anschluss Lösungen entwickeln, die in jedem Fall zu besseren und schnelleren Ergebnissen führen, als langwierige Gerichtsverfahren.
Im Wirtschaftskontext gibt es verschiedene Situationen, in denen Mediation nachweislich erstaunliche Erfolge erzielt. Exemplarisch einige Beispiele:
- Eine (Vertrags-)Verhandlung
- Eine Vertragsverletzung zwischen Unternehmen
- Interessenvertretung gegenüber behördlichen Organen
- Ein innerbetrieblicher Konflikt zwischen Unternehmensteilen oder ihren Stellvertretern
- Konflikte zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat
- Schwierige Nachfolge und Erbschaftsregelungen
Mediation ist strukturierte Verhandlungskunst
Über einen erprobten Prozess, von der Auffächerung der Themen, bis hin zu konkreten Lösungen, spannen sich die Phasen der Mediation auf. Der strukturierte Ablauf ist immer gleich und folgt dem Harvard-Konzept, welches in seiner praktischen Anwendung schon zur Lösung von politischer Spannungen auf höchster Ebene beigetragen hat.
Jeder Konflikt folgt einem "Teufelskreis", der aus einer subjektiven Wahrnehmung einer Störung, einem bedrohten Interesse und einem damit verbundenen negativen Gefühl entsteht und sich eskalierend fortsetzt, sofern er nicht unterbrochen wird.
Mediation vermag diesen Teufelskreis zu brechen, in dem es durch erweiternde Fragestellungen, der Interpretation von Äußerungen und der Ableitung von Interessen zum tatsächlichen Stein des Anstoßes gelangt.
Sprechen Sie uns gerne an! - wir helfen Ihnen im Konfliktfall.
Mediative Führung
Wir haben bei unserer Arbeit festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, wenn Führungskräfte sich mit den grundlegenden Fragestellungen der Mediation auskennen. Die besondere Form der Kommunikation ist von erheblichem Nutzen im Umgang mit Mitarbeiter/innen und Kolleg/innen.
Aus diesem Grund bieten wir einen Workshop an, um die wesentlichen Grundlagen der Mediation und Verhandlungsführung - speziell für Führungskräfte - zu vermitteln.